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26.11.99 bis ???
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Indianer Nordamerikas. Vom Mythos zur Moderne |
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Dauerausstellungen
in Berlin
Ethnologisches Museum Berlin-Dahlem
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Die Magazinräume des Ethnologischen Museums in Berlin-Dahlem beherbergen nahezu 30000 Objekte der Indianer Nordamerikas. Seit dem Zweiten Weltkrieg war eine umfassende Präsentation dieser Bestände nicht möglich, da ein Teil davon als verschollen galt und außerdem der dazu benötigte Platz nicht vorhanden war.
Nach Rückkehr der von der Sowjetunion beschlagnahmten Stücke in den Jahren 1991-92 und dem Auszug der Museen europäischer Kunst in Berlin-Dahlem, bietet sich nun erstmals die Gelegenheit, die "Indianer Nordamerikas" auf einer Fläche von ca. 1000 m² zu präsentieren.
Wichtigstes Ziel der Ausstellung ist es, eine Auswahl der reichen, zum Teil bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurückreichenden Bestände zu zeigen. Daher besteht der Hauptteil der Ausstellung in der Präsentation von fünf sogenannten Kulturarealen, aus denen besonders alte und wertvolle Sammlungen vorhanden sind: Prärien und Plains, Südwesten, Kalifornien, Nordwestküste und die Arktis. Innnerhalb dieser Kulturareale werden wiederum Schwerpunkte gebildet, die sich an den dort hauptsächlich verwendeten Materialien, Wirtschaftsweisen oder zeremoniellen Besonderheiten orientieren.
Daneben geht die Ausstellung auch auf kulturübergreifende Themen ein, die unser Indianerbild ganz wesentlich geprägt haben: die Klischees von edlen und teuflischen Wilden, Karl Mays "Winnetou", Show-Indianer in Deutschland und vieles andere.
Heute sind Indianer Nordamerikas keine "sterbende Rasse" mehr, wie oft propagiert wurde, sondern Bestandteil der modernen amerikanischen und kanadischen Gesellschaft, in der sie ihren Platz behaupten müssen. Aus diesem Grund werden wichtige historische Entwicklungen, die noch immer das Leben der Indianer außerhalb und innerhalb der Reservationen prägen, im Überblick dargestellt.
Symbolträchtige Begriffe, die als "typisch indianisch" gelten, wie z.B. Mokkasin, Medizinbeutel, Tomahawk, heilige Pfeife, werden dem regionalen Hauptteil vorangestellt. Am Ende der Ausstellung ist eine Auswahl moderner indianischer Kunst zu sehen, als Beleg dafür, wie Indianer sich in der modernen amerikanischen Gesellschaft behaupten und in welchem Maße ihre Kulturen weiterhin lebendig und kreativ sind. |
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01.01.02 bis ???
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Der Nordamerika-Saal. Indianer und Eskimo |
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Dauerausstellungen
in München
Museum für Völkerkunde München
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Die Vielfalt der Traditionen der Indianer und Eskimo und die Vielschichtigkeit ihrer Anpassung an die Umwelt sind zentrale Themen dieser Ausstellung. Nicht nur Jäger, Sammler und Fischer bevölkerten den Kontinent bei Ankunft der Europäer, sondern es wurden auch verschiedene Arten des Anbaus betrieben. Da der Hauptteil der Sammlungen mit den Reisenden des 19. Jhs. ins Museum kam, konzentriert sich die Darstellung auf diese Zeit. Der Bezug zur Gegenwart wird durch die Werke zeitgenössischer Künstler hergestellt.
Die geheimnisvollen Masken der Nordwestküstenindianer bilden einen weiteren Schwerpunkt. Sie führen den Besucher in die mythische Welt der Urzeit, in die komplexe Welt der schamanistischen Rituale.
Die heutige indigene Gesellschaft ist durch eine in europäischen Museen einmalige Sammlung zeitgenössischer Specksteinskulpturen der Inuit (kanadische Eskimo) präsent, die für eine moderne Umsetzung überlieferter Inhalte steht.
Zu thematischen Schwerpunkten wie Religion, Kommunikation, Konflikte, Frauen- und Männerarbeit, Kindererziehung und der Beziehung zur Umwelt sind jeweils Exponate aus verschiedenen Kulturen und Zeiten Nordamerikas zu sehen.
Dank der Sammelleidenschaft der Wittelsbacher, die schon sehr früh auch Alltagsgegenstände erwarben, können die sozialen Verhältnisse lebendig visualisiert werden. Den ältesten erhaltenen Kajak der Welt (1577) kann man im Nordamerika Saal ebenso sehen, wie die Sammlung der Prinzessin Therese von Bayern, die sie von ihrer Amerikareise (1893) mit nach München brachte. |
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10.12.04 bis 31.12.99
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Göttliches und Menschliches: Katsina-Puppen der Hopi-Indianer |
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Sonderausstellungen
in 70174 Stuttgart
Linden-Museum
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In einer kleinen Kabinett-Ausstellung wird erstmals eine wertvolle Sammlung von 72 Katsina-Figuren gezeigt, die das Linden-Museum vor kurzem erwerben konnte. Katsinam (im Singular Katsina) sind geschnitzte und phantasievoll gestaltete Miniaturnachbildungen von Ahnengeistern der Hopi-Indianer, die bei Zeremonialtänzen den Mädchen einer Dorfgemeinschaft als Symbol für Wachstum und Fruchtbarkeit geschenkt wurden.
Aufgrund ihrer originellen Ausgestaltung weckten sie ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts das Interesse europäischer Künstler wie André Breton, Marcel Duchamp und Max Ernst. Bis heute haben die Katsinam mit ihrer unmittelbaren Ausdruckskraft nichts von ihrer Faszination verloren. Die Ausstellung wird im Wannersaal gezeigt.
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. |
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03.03.05 bis 31.12.13
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Prärie- und Plainsindianer - Wandel und Tradition |
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Dauerausstellungen
in Münster
Westfälische Museum für Naturkunde - Landesmuseum und Planetarium
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Geschichte und Gegenwart der Indianer Nordamerikas stellt das Westfälische Museum für Naturkunde in Münster ab März in einer neuen Ausstellung auf 700 Quadratmetern vor. Dabei sollen die über 300 Exponate vom perlenbesetzten Festtagskleid bis zur lebensgroßen Bison-Stahlskulptur aus Schrottteilen indianische Sichtweisen und Wertesysteme, insbesondere den Umgang mit der Natur anschaulich machen. Die Dauerausstellung über die „Prärie- und Plainsindianer“ im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) will an eine Schau vor zehn Jahren anknüpfen, die damals über 250.000 Besucher nach Münster lockte.
„Wenn Winnetou stirbt, bleibt kein Auge trocken. Heldenhaft wirft er sich vor Old Shatterhand und fängt mit seiner Brust die Kugel ab, die den weißen Bruder hätte treffen sollen“, erläuterte Museumsleiter Dr. Alfred Hendricks am Donnerstag (03.03.) ein Bild von Indianern. „Mit den Büchern von Karl May und deren Verfilmungen sind Generationen von Kindern groß geworden. Das Klischee des Indianers als besserer Mensch der besonders sozial, umweltfreundlich und natürlich ein Held ist, sitzt in unseren Köpfen so fest, dass wir glauben, es gäbe heute keine richtigen Indianer mehr.“
Die „Rothäute“ mit der Federhaube auf dem Kopf, die auf gescheckten Ponys Bisonherden hinterher jagen, suche man heute vergeblich, so Hendricks weiter. Indianer fahren Autos, tragen Anzüge und Kleider, leben in Häusern und gehen einer Arbeit nach. Trotz dieser westlichen Lebensweise sind sie Mitglieder einer eigenen Kultur, genauer: vieler Kulturen, denn allein in Nordamerika sind über 300 verschiedene indianische Kulturen beheimatet, die sich unter anderem in der Sprache unterscheiden.
Die Prärie- und Plainsindianer sind die Bewohner der ehemals großen Grasebenen zwischen Mississippi und Rocky Mountains. Allein in dieser Region gab es über 30 unterschiedliche Kulturen, viele davon existieren auch heute noch.
Was ist heute erhalten geblieben von den Kulturen der Sioux, Arapaho, Cheyenne und anderen? Die Ausstellung zeigt mit historischen und modernen Objekten das Leben der Plainsindianer in zwölf Themenbereichen:
· Das Klischee vom Indianer · Die Ureinwohner Nordamerikas · Prärie- und Plains · Nahrung - Gabe der Natur · Mobilität - Beweglichkeit bedeutet Überleben · Tipi - benutzt zum Wohnen · Kleidung und Schmuck - Ausdruck von Individualität und Identität · Bison - Lebenskraft und Stärke · Gewaltsame Veränderungen - Vertreibung, Krankheit, Hunger, Tod · Verträge - Betrug und die Konsequenzen · Der Verlust der traditionellen Normen und Werte · Das Leben heute - Balance zwischen Bewahren und Verändern
Erst nachdem die spanischen Eroberer im 17. Jahrhundert Pferde nach Nordamerika gebracht hatten, entwickelten die Indianer der Plains in den weitläufigen Graslandschaften neue Jagdmethoden und sehr mobile Lebensformen. Es entstanden die nomadischen Bisonjäger-Kulturen. Noch im 19. Jahrhundert bildete der Bison die wichtigste Lebensgrundlage der Plainsindianer. Vermutlich lebten einst 60 Millionen Bisons in Nordamerika. Bis 1860 bevölkerten noch riesige, ständig wandernde Herden die Plains.
Der Bison spielte im Leben der Indianer eine zentrale Rolle. Wenn die Bisonherden nicht zu gewohnten Zeiten an bestimmten Orten auftauchten, konnten die Indianer in große Not geraten. Es gab Zeremonien oder rituelle Handlungen, die die Bisonjagd vorbereiteten, begleiteten und beendeten. Diese Zeremonien hatten sich über Generationen herausgebildet und waren von Kultur zu Kultur unterschiedlich.
Als der Biber aufgrund des Fellhandels nahezu ausgerottet war, begannen die weißen Einwanderer mit Bisonfellen zu handeln. Sie verarbeiteten die Bisonfelle zu Mänteln und Überschuhen. Jährlich erschossen sie hunderttausende Tiere. Zusätzlich setzte ein Schlachten an den Planwagenstraßen nach Westen ein: Die Trecks versorgten sich mit Fleisch. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecken und der Landnahme durch die Einwanderer wurden die großen Bisonherden zum Problem. Im Süden Nordamerikas waren 1872 mehr als 5.000 Berufsjäger und etwa gleichviele Amateurschützen auf Bisonjagd - mit traurigem Erfolg. 1895 waren weniger als 1.000 Bisons übrig geblieben.
Es gab viele offizielle Stellen in Nordamerika, die das Ausrotten der Bisons unterstützten. Da damit eine Lebensgrundlage der Indianer zerstört wurde, glaubte man, auf diese Weise die Probleme mit den Indianern „lösen“ zu können. Die europäischen brachten auch bis dahin in Nordamerika unbekannte Krankheiten und den Alkohol mit.
Die Sonderausstellung von 1995 hatte einen so großen Erfolg, dass danach ein kleinerer Ausstellungsbereich bis 2003 das Thema fortsetzte. Nach Überarbeitung des Konzeptes ist die neue Dauerausstellung mit bisher noch nicht gezeigten Exponaten wie einem Ledertipi, Pfeifen oder Tomahawks ab März geöffnet.
Altersspezifische museumspädagogische Programme und Führungen durch die Ausstellung bietet das LWL-Museum ebenfalls ab März an. Zur Ausstellung erscheint ein neues Begleitbuch zum Preis von 15,90 Euro. |
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